Aktivitäten 2007

22. Oktober - 5. Dezember 2007

Mo., 22.10.2007, 19.00
Ernst-Bloch-Zentrum
Barbara Honigmann liest
Die Schriftstellerin Barbara Honigmann ist 1949 in Ostberlin geboren und war dort Dramaturgin und Regisseurin, ehe sie 1984 aus der DDR ausreiste und nach Straßburg übersiedelte.
Für ihre Veröffentlichungen wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis. Die Autorin liest zum einen aus dem Essayband „Das Gesicht wiederfinden“, der sich auf kluge und sensible Weise mit Fragen des Schreibens beschäftigt. Außerdem trägt sie Passagen aus ihrem Roman „Ein Kapitel aus meinem Leben“ vor, in dem sie nüchtern, poetisch und komisch das unglaubliche Leben ihrer Mutter, einer Agentin und Emigrantin, Jüdin und Kommunistin erzählt, die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau.
Veranstalter: Ernst-Bloch-Zentrum
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Di., 23.10.2007, 18.00
Corso Film Theater
Hansgünther Heyme liest aus George Tabori:
Mutters Courage
In „Mutters Courage“ erzählt George Tabori, warum seine Mutter an einem Sommertag 1944 einen ganzen Tag zu spät zum verabredeten Rommeespiel bei ihrer Schwester ankam: Ihr Weg führte sie erst mit der Tram, dann mit dem Viehwagen auf die Rampe und wieder zurück nach Budapest.
Veranstalter: Theater im Pfalzbau
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Di., 30.10.2007
Stadtmuseum
Lev Berinski
Lev Berinski, 1939 im damaligen rumänischen Bessarabien geboren, ist Übersetzer, Deutschlehrer, Lektor - vor allem aber ein jiddischer Dichter. In der atheistischen Sowjetunion aufgewachsen, prägte die Sprachenvielfalt seiner jüdischen Familie sein Gehör und Gedächtnis. Man redete Russisch, Rumänisch und Jiddisch. 1953 veröffentlichte Lev Berinski seine ersten Gedichte, noch in Russisch geschrieben. Erst Anfang der achtziger Jahre begann er, in Jiddisch zu dichten. 1991 wanderte nach Israel aus. Von 1998 bis 2001 war Lev Berinski Vorsitzender des Jiddischen Schrift-
stellerverbandes in Israel.
Lesung und Gespräch mit dem jiddischen Dichter werden von Joachim Hemmerle moderiert.
Die jiddischen Texte werden in deutscher Sprache von Monika-Margret Steger rezitiert.
Veranstalter: Kultur Rhein-Neckar e. V.
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Fr., 9.11.2007, 16.00
Melanchthonkirche
Ökumenischer Gottesdienst und Gedenkfeier zum Jahrestag der Reichspogromnacht 1938
Veranstalter: Stadt Ludwigshafen und Christlich-Jüdischer Gesprächskreis
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So., 11.11.2007, 14.00
Startpunkt: Stadtmuseum,
Aufgang am Lichttor
Jüdisches Leben in Ludwigshafen –
Stadtführung mit Elke König
Elke König führt zu vergangenen und gegenwärtigen Orten jüdischer Kultur und jüdischen Lebens in Ludwigshafen.
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So., 18.11.2007, 15.00
Staatsphilharmonie
Brundibár – eine Kinderoper aus dem Konzentrationslager Theresienstadt
von Hans Krasa
Zwei Kinder leben in Armut. Sie suchen eine Möglichkeit, Milch für ihre kranke Mutter und sich selber zu bekommen. Auf der Strasse sehen sie, wie Brundibár, ein „Leierkastenmann“, von den Passanten ein ums andere Geldstück bekommt.
Da sie nicht stehlen wollen, versuchen sie es mit Singen. Sie werden ausgelacht und Brundibár verjagt sie. 1938 schrieb Hans Krása die Kinderoper Brundibár. 1941 wurde diese Kinderoper heimlich in einem jüdischen Waisenhaus uraufgeführt. Am 10. August 1942 wurde Hans Krása ins Konzentrationslager Theresienstadt (Terezin) eingeliefert. Dort traf er die meisten Darsteller und Musiker aus dem Waisenhaus wieder. Brundibár wurde dort vielfach aufgeführt.
Krása starb 1944 in Auschwitz.
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Hölderlin-Gymnasium Heidelberg.
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Mi., 21.11.2007, 19.30
Stadtmuseum „Ich bleibe bei meiner Gemeinde!“ - Würdigung von Leben und Werk des jüdischen Kantors Josef Jacob – Vortrag von Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann Frank-Matthias Hofmann hat in seiner Zeit als protestantischer Pfarrer in Ludwigshafen-Rheingönheim Leben und Wirken des jüdischen Kantors Josef Jacob recherchiert und publiziert.
Josef Jacob arbeitete 1911 bis 1925 für die jüdische Gemeinde in Rheingönheim, ging dann nach Ludwigshafen, später nach Mannheim und wurde 1942 deportiert und ermordet.
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Do., 22.11.2007, 9.15
Carl-Bosch-Gymnasium, Jaegerstr. 7
1. Verlegeaktion „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“
Mit einer Auftaktveranstaltung beginnt die erste Verlegeaktion von Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig in Ludwigshafen. Das gastgebende Carl-Bosch-Gymnasium stellt die Ergebnisse der seit über einem Jahr bestehenden Schüler-AG Stolpersteine in einer Ausstellung und in kurzen szenischen Beiträgen dar. Als Vertreter des Stadtvorstands spricht Wolfgang van Vliet, als Vertreter der ILA bzw. des AK Stolpersteine Hans-Uwe Daumann.
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Do., 22.11.2007, 10.00

Carl-Bosch-Gymnasium, Jaegerstr. 7
Vor dem Eingang des Carl-Bosch-Gymnasiums verlegt Gunter Demnig zwei Stolpersteine für den ehemaligen jüdischen Lehrer Dr. Adoph Wetzlar und den ehemaligen jüdischen Schüler Rudolf Goldmann.

Fotos vom 22.11.2007

Do., 22.11.2007, 11.30
Rathaus Oppau, Edigheimer Str. 26
Vor dem Rathaus Oppau verlegt Gunter Demnig einen Stolperstein für das SPD-Mitglied Georg Hüter, der hier 1933 von NSDAP-Mitgliedern erschossen wurde. Mit einem Beitrag des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums.
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Do., 22.11.2007, 13.30
GAG Ludwigshafen, Wittelsbachstr. 32
Vor dem Verwaltungsgebäude der GAG Ludwigshafen verlegt Gunter Demnig einen Stolperstein für Markus Sternlieb (1877 – 1934). Markus Sternlieb war seit 1911 Stadtbaumeister der Stadt Ludwigshafen und seit ihrer Gründung 1920 Technischer Vorstand der GAG, wo er 1932 ausschied. Als Vertreterin der Stadt Ludwigshafen spricht Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, als Vertreter der GAG Vorstand Detlef Tuttlies. Mit einem Beitrag des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.
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Do., 22.11.2007, 14.30
ehem. Bethaus Rheingönheim, Hauptstr. 246
Vor dem ehemaligen Bethaus der jüdischen Gemeinde
in der Rheingönheimer Hauptstraße 246 verlegt Gunter Demnig einen Stolperstein für den Kantor Josef Jacob, der dort 1911 – 1925 lebte und wirkte.
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Do., 22.11.2007, 16.00
Prinzregentenstraße 45
Vor dem Haus Prinzregentenstraße 45 verlegt Gunter Demnig 25 Stolpersteine für Angehörige von jüdischen Familien, die in diesem Haus wohnten. 16 Menschen wurden im Dritten Reich ermordet, 9 gelang die Flucht.
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Do., 22.11.2007, 17.00
Prinzregententheater
Die 1. Verlegeaktion
„Ludwigshafen setzt Stolpersteine“
schließt im Foyer des Prinzregententheaters, das heute in der Prinzregentenstraße 45 seinen Sitz hat. Als Vertreterin des Arbeitskreises Stolpersteine spricht Monika Kleinschnitger.
Theaterleiter Bernd Dropmann liest aus dem Buch „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne. Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt.
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Do., 22.11.2007, 20.00
Stadtmuseum
„Stolpersteine – ein Kunstprojekt für Europa“
Vortrag von Gunter Demnig
Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis Ende September 2007 hat er ca. 12.500 Steine in 277 Ortschaften verlegt. Die ersten Steine liegen in 12 Orten Österreichs und auch in Ungarn: in Budapest und 12 weiteren Orten. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.
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So., 25.11.2007, 14.00
Startpunkt: Stadtmuseum,
Aufgang am Lichttor
Jüdisches Leben in Ludwigshafen –
Stadtführung mit Elke König
Elke König führt zu vergangenen und gegenwärtigen Orten jüdischer Kultur und jüdischen Lebens in Ludwigshafen.
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So., 2.12.2007, 15.00
Staatsphilharmonie
Brundibár – eine Kinderoper aus dem Konzentrationslager Theresienstadt
von Hans Krasa
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Hölderlin-Gymnasium Heidelberg
sh. a. 18.11.2007
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Mo., 3.12.2007, 11.00
Staatsphilharmonie
Brundibár – eine Kinderoper aus dem Konzentrationslager Theresienstadt
von Hans Krasa
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Hölderlin-Gymnasium Heidelberg
sh. a. 18.11.2007
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Di., 4.12.2007, 11.00
Staatsphilharmonie
Brundibár – eine Kinderoper aus dem Konzentrationslager Theresienstadt
von Hans Krasa
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Hölderlin-Gymnasium Heidelberg
sh. a. 18.11.2007
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Mi., 5.12.2007, 15.00
Staatsphilharmonie
Brundibár – eine Kinderoper aus dem Konzentrationslager Theresienstadt
von Hans Krasa
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Hölderlin-Gymnasium Heidelberg
sh. a. 18.11.2007