Nathan Schweid Nord, Ludwigshafen

Nathan Schweid Nord

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NATHAN SCHWEID
NORD
JG. 1919
FLUCHT 1934
PALÄSTINA
ÜBERLEBT

StolpersteinstraßeJaegerstr. 9
StolpersteinortLudwigshafen
Jahr der Verlegung2013
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameNord
VornameNathan Schweid
Geburtstag7. August 1919
GeburtsortLudwigshafen
Familienstandverheiratet mit Rosa Blum Korn, zwei Söhne
BerufTischler
SchicksalFlucht 1934
Sterbedatum1993
SterbeortUSA

Biographie

Aus dem Text seiner Söhne Joseph und Leslie Nord aus den USA (2013):

"Nathan Schweid Nord wurde am 7. 8. 1919 in Ludwigshafen am Rhein als jüngstes Kind von Dobre Hinde Nord, geborene Händler, und Nayer Nussen Nord geboren. Er wuchs ohne Vater auf, da dieser vor seiner Geburt verstarb. Er hatte einen Bruder, Abraham Isaac, und drei Schwestern: Gerda, Anna und Rosl. 1931 wurde er in die Oberrealschule (heute: Carl-Bosch-Gymnasium) eingeschrieben und verließ Deutschland 1934 als Jugendlicher und ging nach Palästina. Dort trat er in die Britische Armee ein.

Unsere Mutter, Rosa Blum Korn, die in Frankfurt am Main geboren wurde, kam aus England nach Palästina. Nach der Unabhängigkeit Israels traten beide in die Israelische Armee ein. Schließlich trafen sie sich und heirateten. Mehrere Jahre später wurde ihr erstes Kind, Joseph Arieh Nord, in Haifa (Israel) geboren. Wir verließen Israel und zogen zunächst nach Mexiko zu seiner Schwester, Anna (geborene Nord) und Max Diamant. Schließlich zogen wird nach Baltimore (Maryland) in die Vereinigten Staaten um, wo einige Jahre später mein Bruder Leslie David Nord geboren wurde.

In der Familie war mein Vater als „Meir“ bekannt. Er arbeitete als Tischler. Er baute Schränke, Schreibtische und andere Möbelstücke. Unter den ungewöhnlichen Einrichtungsgegenständen, die er im Laufe seines Lebens fertigte, war ein Schrank für Zahnarztinstrumente mit vielen kleinen Schubladen, waren auch spezielle hölzerne Formen zum Gießen von Beton und ein Toraschrein. Er baute diesen Schrein, der im Hebräischen „Aron HaKodesch“ genannt wird, für die Torarollen einer Synagoge.

Er war stolz darauf, mehrere Sprachen zu beherrschen. Er sprach, las und schrieb Deutsch, Hebräisch, Spanisch und Englisch. Zur Entspannung hörte er klassische Musik. Er war ein guter Familienvater, der sich seiner Frau und den beiden Kindern widmete. Vor 20 Jahren starb er in den USA.

Leslie und ich bedanken uns bei allen, die die heutige Zeremonie organisieren und insbesondere für die Anerkennung und Ehre, die Sie unserem Vater mit diesem Stolperstein zuteil werden lassen. Vielen Dank, Joseph und Leslie Nord"