Hedwig Kaufmann, geb. Emanuel, Ludwigshafen

HIER WOHNTE
HEDWIG KAUFMANN
GEB. EMANUEL
JG. 1893
‚POLENAKTION’ 1938
BENTSCHEN / ZBASZYN
ZURÜCHGEKEHRT
DEPORTIERT 1942
KRASNYSTAW
ERMORDET

StolpersteinstraßeVon-der-Tann-Straße 8
StolpersteinortLudwigshafen
Jahr der Verlegung2014
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameKaufmann, geb. Emanuel
VornameHedwig
Geburtstag16. Dezember 1893
GeburtsortFriedberg
Familienstandverheiratet mit Meyer Kaufmann
Berufunbekannt
Schicksalermordet
Sterbedatum1942
SterbeortKrasnystaw

Biographie

Am 12. September 1927 heiratete Meyer Kaufmann Hedwig Emanuel, geboren am 16.12.1893, in Friedberg. Zwei Jahre später, am 17. August 1929, bekam das Paar den gemeinsamen Sohn Martin.

Sie wohnten in der Von-der-Tann-Straße 3 und 8. Vermutlich war die Familie arm und Meyer hatte seine Werkstatt in einem Zimmer in der Wohnung.

Am 28. Oktober 1938 wurden alle drei nach Zbaszyn (Bentschen) deportiert.
Hedwig kam über mehrere Stationen im September 1939 nach Aschaffenburg, wo sie schon seit 1894 gelebt hat und ihre Kindheit verbrachte. Dort lebte sie bis April 1942. In ihrer Einwohnermeldekarte steht, dass Meyer Kaufmann wieder in Wilna wohnhaft ist. Über den Sohn Martin ist leider nichts vermerkt.

Am 23. April 1942 wurde Hedwig nach Izbica in Polen deportiert. Izbica war ein Sammelpunkt für die Transporte in die Vernichtungslager Belzec und Sobibor. Es ist anzunehmen, dass Hedwig entweder in einem dieser Vernichtungslager oder mit tausenden anderen Juden in Izbica und Umgebung ermordet wurde. Im Gedenkbuch des Bundesarchiv Koblenz ist sie als vermisst registriert.