Camille Rehfeld, Dr., Ludwigshafen

Camille Rehfeld, Dr.

HIER WOHNTE
DR. CAMILLE
REHFELD
JG. 1884
FLUCHT 1936
FRANKREICH
MIT HILFE ÜBERLEBT

StolpersteinstraßeBayernstr. 60
StolpersteinortLudwigshafen
Jahr der Verlegung2014
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameRehfeld, Dr.
VornameCamille
Geburtstag30.6.1884
GeburtsortBischheim / Elsass
Familienstandverheiratet
BerufLehrer für Mathematik
SchicksalFlucht
Sterbedatum1.9.1939
SterbeortParis

Biographie

Dr. Camille Rehfeld, geboren am 30.06.1884 in Bischheim im Elsass (heute ein Vorort von Strasbourg) verstarb am 01.09.1939 in Paris (Eltern: Salomon und Florine Rehfeld geb. Weill). Er heiratete am 14.08.1913 in Frankenthal Editha Sophia Lurch - genannt Sophie –geb. am 22.07.1890 in Frankenthal, verstorben am 06.04.1983 in Bligny-sur-Ouche/Frankreich (Eltern: Heinrich und Flora Lurch geb. Dosenheimer).

Nach der Heirat verzog die Familie nach Mühlhausen, da er dort Lehrer am Gymnasium war. Am 24.05.1914 kam in Mühlhausen der Sohn Paul Richard zur Welt, der am 07.11.1978 in Colombes verstarb.

Dr. Camille Rehfeld wurde am 3. Mobilmachungstag 1914 zum Feld-Artillerie-Regiment 30 einberufen. Im März 1915 wurde er zum Leutnant befördert. An Auszeichnungen erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und den Zähringer Löwenorden mit Schwertern. Nach dem Waffenstillstand 1918 kehrt er nach Mühlhausen zurück, wurde aber von den Franzosen am 30. Dezember 1918 mit 24-stündiger Frist unter Verlust des Vermögens ausgewiesen,

Die Familie wohnte ab August 1919 in Frankenthal in der Wilhelmstraße 3 (heute: Heinrich-Heine-Straße) bei den Eltern der Ehefrau. Ein Jahr später wurde Dr. Camille Rehfeld Lehrer für Mathematik am Städtischen Mädchenlyzeum in Ludwigshafen und wohnte in der Bayernstraße 60. Am 28.04.1922 kam die Tochter Margot zur Welt.

Die Familie Rehfeld lebte bis zur Entlassung von Dr. Camille Rehfeld im Jahre 1936 in der Chemiestadt und flüchtete dann nach Frankreich. (Text und Recherche P.T.) Über Camille Rehfeld notierte der Oberbürgermeister Dr. Fritz Ecarius im Mai 1933 an die Regierung der Pfalz „jüdische Erzieher seien aus grundsätzlichen Erwägungen für den Dienst an städtischen Schulen ungeeignet“. (Minor/Ruf S. 103)

Monika Kleinschnitger