Leib Moses Händler, Ludwigshafen

Leib Moses Händler
Leib Moses Händler: Mitte (mit Hut)

HIER WOHNTE
MOSES LEIB HÄNDLER
JG. 1858
AUSGEWIESEN 28.10.1938
NACH ZBASZYN / POLEN
NACH DUKLA
FÜR TOT ERKLÄRT 1945

StolpersteinstraßeMundenheimer Str. 245
StolpersteinortLudwigshafen
Jahr der Verlegung2011
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameHändler
VornameLeib Moses
Geburtstag3. Januar 1858
GeburtsortDukla (Polen)
Familienstandverheiratet mit Pessel, mehrere Kinder, bekannt davon sind Sohn Viktor und Tochter Dora
BerufZündholzmacher, Altwarenhänder
SchicksalAm 28. Oktober 1938 nach Polen deportiert, seit 1941 verschollen
SterbedatumUnbekannt
SterbeortUnbekannt

Biographie

Der jüdische Zündholzmacher Leib Moses (oder auch Moses Leib) Händler wurde am 3. Januar 1858 im polnischen Dukla geboren. Anfang des 20. Jahrhunderts verließ er gemeinsam mit seiner acht Jahre älteren Frau Pessel Polen und kam 1906/7 nach Ludwigshafen, wo auch zwei seiner Kinder, Viktor Händler und Dora Nord, gemeinsam mit ihren Familien eine neue Heimat gefunden hatten. Leib Moses Händler betrieb einen Altwarenhandel in der Arnulfstraße.
Nach dem Tod seiner Frau 1922 zog er zu seiner bereits verwitweten Tochter Dora in die Wredestraße 38. Ab 1933 wohnten Leib Moses Händler und Dora Nord in der Mundenheimer Str. 245. Zu diesem Zeitpunkt verließen sein Sohn und die meisten seiner Enkelkinder Deutschland.
Am 28. Oktober 1938 wurde der Achtzigjährige im Zuge der so genannten „Polenaktion“ nach Zbaszyn in Polen deportiert, zusammen mit seiner Tochter Dora Nord und den Enkelinnen Rosl Kessler und Selma Händler. Mit seiner Tochter Dora gelangte Leib Moses Händler 1939 noch in seine ehemalige Heimatstadt Dukla. Von dort erhielt die Familie die letzten Lebenszeichen. Seit 1941 gab es keine Spuren mehr von ihm und seiner Tochter. Das Internationale Rote Kreuz erklärte ihn zum 8. Mai 1945 für tot.

Informationen von Händlers Urenkelin Doris Diamant, Mannheim, 2010