Fridolin Braun, Ludwigshafen-Oppau

Fridolin Braun

HIER WOHNTE
FRIDOLIN BRAUN
JG. 1888
IM WIDERSTAND
"SCHUTZHAFT" 1933
LANDGERICHT FRANKENTHAL
7 MONATE LEHRVERBOT
STRAFVERSETZT ALTRIP

StolpersteinstraßeFriesenheimer Straße 25a
StolpersteinortLudwigshafen-Oppau
Jahr der Verlegung2015
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameBraun
VornameFridolin
Geburtstag19. Februar 1888
GeburtsortKusel
Familienstandverheiratet
BerufLehrer
Schicksalverhaftet, strafversetzt
Sterbedatum27. November 1968
SterbeortAltrip

Biographie

Er wirkte von 1.7.1919 bis 1.7.1933 als Pädagoge in Oppau und war ab 2.7.1930 Schulleiter der Goethe-Schule. Er war sehr fortschrittlich, seine Aktivitäten galten aber nicht nur der Schule, auch kulturell war er vielseitig engagiert.  Ihm ist es zu verdanken, dass schon 1926 eine gemeindeeigene Volksbücherei unter seiner Leitung geschaffen wurde.  Anfangs im Kellergeschoß des Rathauses untergebracht, wurde für die Bücherei bald das Gasthaus Zum Karpfen angekauft, umgebaut und am 31. August 1931 eingeweiht.

Die Volksbildung und Kultur lag ihm besonders am Herzen. Der von ihm gegründete Volksbildungsverein hatte mit seinen Vortragsveranstaltungen immer sehr guten Besuch. Am 10. März 1933 wurde der Sozialdemokrat und Leiter des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold von den Nationalsozialisten mehrere Wochen im Landgericht Frankenthal eingesperrt. Nach der Haftentlassung erhielt er Stadtverweis und wurde nach Altrip strafversetzt. Nach 7 Monaten Suspendierung durfte er wieder als Lehrer arbeiten. Sein Volksbildungsverein wurde von den Nationalsozialisten 1933 verboten. Nach Kriegsende ernannten ihn die Amerikaner 1945 in Altrip zum kommissarischen Bürgermeister.

Quelle: http://oppau.info/2015/01/10/braun-fridolin

siehe auch: http://www.hgv-altrip.de/index.php/heimat-und-geschichte/alle-beitraege/1195-fridolin-braun-sein-wirken-in-altrip-und-in-oppau.html