Robert Neuberger, Ludwigshafen-Ruchheim

HIER LEBTE
ROBERT NEUBERGER
JG 1891
DEPORTIERT 22.10.1940
GURS
AUSCHWITZ
ERMORDET 31.12.1944

StolpersteinstraßeFußgönheimer Str. 44
StolpersteinortLudwigshafen-Ruchheim
Jahr der Verlegung2008
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameNeuberger
VornameRobert
Geburtstag5. September 1891
GeburtsortRuchheim bei Ludwigshafen
FamilienstandVerheiratet mit Manda Mayer
BerufApotheker
SchicksalAm 20. Oktober 1940 nach Gurs deportiert, später nach Drancy. Am 10. August 1942 nach Auschwitz und dort ermordet
SterbedatumUnbekannt, angenommen ist der 31.12.1942
SterbeortAuschwitz

Biographie

Robert Neuberger wurde am 5. September 1891 als Sohn von Samuel Neuberger und seiner Ehefrau Bertha, geborene Wahl, in Ruchheim geboren.
Der Vater war Tabakkrummenhändler. In den Einwohnerbüchern für den Landbezirk Ludwigshafen von 1928/29 und 1931/32 erscheint der Vater als Samuel Neuberger, Ruchheim, Futtermittelhandlung und Düngemittel. Sie wohnten in der Fußgönheimer Straße 44. Hier wuchs Robert Neuberger in dem gut gehenden Geschäft seines Vaters mit Getreide und Futtermittel auf.

1914 bis 1918 erweiterte Samuel den Handel, wobei er Gelbrüben und anderes Gemüse in Ruchheim aufkaufte und an Konservenfabriken vermittelte. Die Ware wurde auf der Bahn in Oggersheim oder Flomersheim verladen. Samuel lieferte auch Futtermittel nach Maxdorf zum Gänsestopfen.

Robert Neuberger erlebte dieses Geschäftsleben als Kind und Jugendlicher wohl mit. Vermutlich besuchte er die katholische Volksschule Ruchheim, da die jüdische Schule 1896 wegen mangelnder Schülerzahlen aufgelöst worden war. Vor 1921 heiratete er Manda Mayer aus Iggelheim (heute Rhein-Pfalz-Kreis).
Robert Neuberger siedelte nach Ludwigshafen um, ab 1921/22 nachweisbar in den Adressbüchern der Stadt Ludwigshafen, zunächst als Assistent, Maxstraße 67, dann als Apotheker, Postplatzdrogerie, Gräfenaustraße 88; es folgte 1940 Prinzregentenstraße 33 und schließlich der Umzug nach Mannheim B 7, 7.

Am 22. Oktober 1940 wurde er von Mannheim in das Lager Gurs nach Frankreich deportiert. Er wurde im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Sein Name ist auf dem gläsernen Gedenk-Würfel der Stadt Mannheim zu finden.

Recherchen von Willi Kern, Ruchheim, 2008