Lieselotte Sahra Cohn, Ludwigshafen

Lieselotte Sahra Cohn
Lieselotte Cohn mit Mutter Ida

HIER WOHNTE
LIESELOTTE COHN
JG. 1916
ENTRECHTET / GEDEMÜTIGT
FLUCHT 19.11.1938
USA
ÜBERLEBT

StolpersteinstraßePrinzregentenstr. 45
StolpersteinortLudwigshafen
Jahr der Verlegung2007
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameCohn
VornameLieselotte Sahra
Geburtstag01.11.1916
GeburtsortHeidelberg
FamilienstandVerheiratete Gorman
Beruf
SchicksalNach der Reichspogromnacht Emigration über Holland und England in die USA
Sterbedatum
SterbeortFrankfurt

Biographie

Lieselotte Cohn wurde am 1. November 1916 in Heidelberg geboren. Ihr Vater Markus Cohn erbaute 1928 das Rheingold-Kino mit Wohnhaus. Er starb bereits an Silvester 1932. Die Mutter Ida verstarb fünf Jahre nach ihm, im Jahr 1937.
In der Prinzregentenstraße im Hemshof lebten zahlreiche Juden. Eine besondere Geschichte erzählt das Haus Nummer 45, das frühere Rheingold-Kino. Nach der Einweihung am 21. September 1928 lebten dort in den 30er Jahren mehrere jüdische Familien. Die Familie Cohn besaß zunächst ein Schuhgeschäft in der Prinzregentenstraße 67. „Ich weiß nicht, warum mein Vater beschloss ein fünfstöckiges Wohnhaus mit einem Kino zu bauen“, erzählte Lotti Gorman, wie sie nach ihrer Hochzeit heißt, bei ihrem Besuch 1999 in Ludwigshafen.
Lotti Gorman und ihre vier Jahre jüngere Schwester Marianne besuchten die Volksschule und anschließend die Höhere Töchterschule in der Bismarckstraße. „Als ich 16 Jahre alt war, wurde ich rausgeworfen“, berichtet sie. Ihre Mutter besorgte den beiden Töchtern einen Lehrer, bei dem sie Englisch und Französisch lernen konnten.

Informationen nach Herbert Baum, „Die Rheinpfalz“ vom 27. Januar 1999 / Besuch in Ludwigshafen