Markus Sternlieb, Ludwigshafen

Markus Sternlieb

HIER ARBEITETE
GAG-VORSTAND 1920-1932
MARCUS STERNLIEB
JG. 1877
GEDEMÜTIGT / ENTRECHTET
TOT 23.10.1934

StolpersteinstraßeWittelsbachstraße 32
StolpersteinortLudwigshafen
Jahr der Verlegung2007
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameSternlieb
VornameMarkus
Geburtstag20. Februar 1877
GeburtsortBraila / Rumänien
Familienstandverheiratet mit Johanna Sternlieb, zwei Töchter
BerufArchitekt, Stadtbaumeister, GAG-Vorstand
Schicksalgedemütigt, entrechtet
Sterbedatum23.10.1934
SterbeortLudwigshafen

Biographie

Markus Sternlieb, Sohn des jüdischen Kaufmanns Mayer Sternlieb, absolvierte sein Studium ab 1897 an der Technischen Universität München, wechselte dann 1900 an die Technische Universität Darmstadt und schloss dort 1903 sein Studium ab. Ab 1904 arbeitete er beim Hochbauamt Kaiserslautern, wechselte aber 1905 nach Ludwigshafen und begann dort seine Tätigkeit als Planrevisor in der Bauverwaltung. Hier kümmerte er sich zunächst darum, die Arbeiterquartiere im Hemshof menschenwürdig zu gestalten. 1911 wurde er Stadtbaumeister. Im Jahr 1913 wurde das Stadthaus Nord gebaut, 1914 die Rheinschule. Im gleichen Jahr wurde Sternlieb Leiter des Hochbauamtes, ab 1920 war er Oberbaudirektor und somit verantwortlich für das gesamte städtische Bauwesen .

Als 1920 die Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau (GAG) gegründet wurde, wurde Sternlieb dort Technischer Vorstand - zunächst ehrenamtlich, dann ab 1923 hauptamtlich zusammen mit dem späteren Oberbürgermeister Valentin Bauer.

Am 31. Dezember 1932 trat Markus Sternlieb in den Ruhestand – offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Am 23. Oktober 1934 verstarb Sternlieb im Alter von 57 Jahren in Ludwigshafen. Die Todesursache war unklar, allerdings gab es Gerüchte über einen Selbstmord aus Verzweiflung über die NS-Verfolgung. Die Beisetzung seiner Urne erfolgte auf dem jüdischen Friedhof in Ludwigshafen. Sternliebs Frau Johanna wurde am 22. Oktober 1940 von den Nazis ins südfranzösische Lager Gurs deportiert, konnte aber mit Hilfe ihrer beiden Töchter Ruth und Eva in die USA emigrieren.

Quelle: Wikipedia