Heinrich Weil, Ludwigshafen-Rheingönheim

HIER WOHNTE
HEINRICH WEIL
JG. 1875
DEPORTIERT
GURS
RIVESALTES
ERMORDET 11.9.1942
AUSCHWITZ

StolpersteinstraßeEisenbahnstr. 37
StolpersteinortLudwigshafen-Rheingönheim
Jahr der Verlegung2008
StolpersteininitiativeLudwigshafen

Persönliche Daten

NachnameWeil
VornameHeinrich
Geburtstag3. Oktober 1875
GeburtsortVermutlich Rheingönheim
FamilienstandVerheiratet mit Eugenie Weil, ein Sohn Manfred
BerufKaufmann, Süßwarenhandel
SchicksalAm 22. Oktober mit der Familie deportiert nach Gurs, am 11. September 1942 Transport nach Auschwitz
Sterbedatumunbekannt
SterbeortAuschwitz

Biographie

Heinrich Weil, geboren am 3. Oktober 1875. Von Beruf war er selbstständiger Kaufmann, er handelte mit Schokolade und Süßwaren. Sein Transportmittel, das Fahrrad, besaß einen speziell für seine Waren angefertigten Eisenkorb an der Lenkstange. Auf diese Weise versorgte er seine Kunden in Rheingönheim und in den umliegenden Gemeinden.

Weil war ein eher schmächtiger mittelgroßer Mann und wurde von allen typisch pfälzisch „de Weils Heinrich“ genannt. Seine Ehefrau Eugenie Weil, geboren am 17. Mai 1875, lebte dagegen sehr zurückgezogen.

Ihr gemeinsamer Sohn Manfred Weil, geboren am 20. Juni 1926, war von Geburt an behindert und saß meist in seinem Krankenstuhl vor dem Haus in der Eisenbahnstraße. Die Eltern waren bei seiner Geburt bereits 51 Jahre alt.

Am 22. Oktober 1940 deportierten die Nationalsozialisten die ganze Familie nach Gurs in Frankreich, darauf in das Aufenthaltslager von Rivesaltes, danach in das Lager Drancy. Frau Eugenie Weil kam in Gurs zu Tode und galt seitdem als verschollen.

Am 11. September 1942 wurden Heinrich Weil und sein Sohn Manfred nach Auschwitz überstellt. Beide wurden dort ermordet.

Gesprächskreis Juden und Christen, sowie Informationen von Walter Schäfer, Rheingönheim, 2008.